Ausmisten leicht gemacht: 5 Möglichkeiten im Test

Wenn sich in der Wohnung immer mehr Zeug ansammelt…

Kennt ihr das auch? Mit der Zeit sammelt sich daheim immer mehr und mehr Zeug an. Ob aus der Mode gekommene Kleidung, Deko, Spielsachen, Haushaltsgeräte, Bücher oder anderes.

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Aber wenn wir ehrlich sind, gibt es leider vieles davon, das wir nicht einmal 1x im Jahr benutzen oder brauchen 🙈🙈 

Das eine war ein Fehlkauf und liegt deshalb nur herum, das andere ist aus der Mode gekommen und wieder etwas anderes hat man „für die Zukunft“ aufgehoben, nur, dass diese Zukunft irgendwie nie eintrifft ;-P

Mein Tipp? Weg damit, wenn du es seit 2 Jahren nicht mehr verwendet hast! Wirklich, dann sollte es weg! Zu viele Sachen sind nur Ballast in deinem Leben.

Du hängst dabei dein Herz an Dinge, die im Keller verstauben. In der Bibel gibt es einen Spruch, der besagt: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz .“ Und das stimmt! Und dein Herz hat wohl einen besseren Platz verdient, als den staubigen Keller, oder?

Also lös dich von den alten Sachen und geb sie weg. Ich finde, das Gefühl danach ist einfach toll. So erleichternd 🙂 Außerdem ist es doch schade, wenn etwas bei dir zu Hause langsam verstaubt, während es jemandem anderen in der gleichen Zeit noch gute Dienste leisten könnte.

Manches muss wohl einfach ab in den Müll. Aber unserer Umwelt zuliebe und um wertschätzend mit unserem Reichtum umzugehen, finde ich es toll, wenn man sich die Mühe macht, für die gut erhaltenen Sachen einen neuen Besitzer zu suchen. Und wenn man es geschickt anstellt, kann man damit sogar ganz gut Geld verdienen 😉

Ausmisten – 5 Möglichkeiten im Test

Ich habe 5 Möglichkeiten getestet, gut erhaltene, gebrauchte Sachen „an den Mann“ oder „an die Frau“ zu bringen. 

  1. Willhaben & Shpock
  2. Öffentlicher Flohmarkt
  3. Kindersachen-Basar
  4. Privater Garagen-Flohmarkt
  5. Sachen Spenden oder Verschenken

Hier meine Erfahrungen!

1. Willhaben & Shpock

Vorteile: Schnelle Anzeigenerstellung per App. Anonymität. Gratis. Auch Verschenken ist möglich. Wenig Mobilität nötig – > wenn man zentral wohnt, holen die Käufer die Sachen oft direkt bei einem zu Hause ab.

Nachteile: Käufer sind nicht immer zuverlässig, Terminvereinbarung ist manchmal mühsam. Aufwand nicht unterschätzen -> zahlt sich nur bei Produkten ab ein paar Euro aus.

Meine Erfahrungen mit dem Verkaufen auf Willhaben: Alles in allem sehr gut. Auf Willhaben habe ich schon sehr viel verkauft, ich liebe diese App! Allerdings sollte man den Aufwand mit den Abholterminen bzw. dem Versand nicht unterschätzen -> zahlt sich nur bei Produkten ab ein paar Euro Verkaufswert wirklich aus.
Verkaufsrate: ca. 1/2 der Sachen konnten verkauft werden

2. Öffentlicher Flohmarkt

Vorteile: Relativ unaufwendig, da der Aufwand sich nur auf ca. 1 halben Tag konzentriert. Sachen müssen nicht unbedingt mir Preisen beschriftet werden. Wenn es gut läuft, bekommt man viele Sachen auf einmal weg. Gut für extrovertierte Verkäufer-Persönlichkeiten.

Nachteile: Meist ist eine Standgebühr zu zahlen, die erst durch die Verkäufe „hereingeholt“ werden muss, bevor man Gewinne macht. Auto notwendig. Oft Käufer, die sehr viel verhandeln & Preis drücken wollen. Oft krasse Uhrzeiten (z.B. ab 5 Uhr morgens)

Meine Erfahrungen mit dem Verkaufen auf öffentlichen Flohmärkten: Schlecht. Ich bin in Linz am Flohmarkt beim Cineplexx gestanden. Musste früh aufstehen, mich beim Verhandeln viel ärgern, weil die Leute einfach gar nichts zahlen wollten und selbst spottbillige Preise noch unbedingt herunterhandeln wollten und hab dabei auch noch eine Delle in unser Auto gefahren 😛 Außerdem mindert die Standgebühr natürlich den Gewinn. Mache ich nicht mehr. Kann aber natürlich auf anderen Flohmärkten oder in kleineren Städten besser sein.
Verkaufsrate: ca. 1/4 der Sachen konnten verkauft werden

3. Kindersachen-Basar

Vorteile: Keine Standgebühr, du musst auch nicht selbst einen halben Tag am Stand stehen. Kein nerviges Verhandeln. Bessere Verkaufschancen, da Kindersachen gerne gebraucht gekauft werden & hier nur Interessierte hinkommen. Bewerbung wird von anderen Übernommen.

Nachteile: Sachen müssen vorab mit Preis & Verkäufernummer beschriftet werden, was sehr aufwändig sein kann (evt. annähen, damit es hält). Die Qualität des Basars (Bekanntheit, wie die Sachen präsentiert werden, ob alles rausgelegt wird etc.) beeinflusst stark, ob man viel verkauft oder nicht.

Meine Erfahrungen mit dem Verkaufen auf Kindersachen-Basars: Mittelmäßig. Es gibt einen Kindersachen-Basar in Linz, den ich einfach toll finde und auf dem ich bereits 3x einkaufen war. Nämlich den Kindersachenbasar des Elternvereins der  VS45 Linz/Spallerhof. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit, dort selbst mein Glück mit dem Verkauf von Kindersachen zu versuchen. Stattdessen habe ich einmal bei einem Kindersachen-Basar in Linz/Kleinmünchen mitgemacht. Vom Ergebnis war ich aber sehr enttäuscht. Ich hatte sehr niedrige Preise draufgeschrieben, trotzdem nur ca. 1/4 verkauft. Ich war auch selbst dort zum Stöbern, und mir ist aufgefallen, dass z.B. die Kinderjacken, die ich verkaufen wollte, gar nicht am betreffenden Ständer hingen, obwohl ich sie nachher wieder als „unverkauft“ zurückbekam…Ist also denke ich stark vom Basar abhängig, grundsätzlich aber ein tolles Konzept!
Verkaufsrate: ca 1/4 konnte verkauft werden

4. Privater Garagen-Flohmarkt 

Vorteile: Keine Standgebühr, kein Beschriften der Sachen notwendig. Kein Auto notwendig. Vor allem sinnvoll, wenn man viele kleine Sachen abzugeben hat, da der Aufwand für den Verkauf dieser auf Willhaben oder am Basar zu aufwändig wäre und man sich die Standgebühr spart.

Nachteile: Genehmigung muss vorher angefragt werden. Bewerbung, Tische usw. müssen selbst organisiert werden.

Meine Erfahrungen mit dem Verkauf am privaten Garagen-Flohmarkt: Grundsätzlich gut, im dichtbesiedelten Gebiet von Linz/Kleinmünchen. Allerdings war ich mit der Bewerbung leider etwas zu spät dran, deshalb sind nicht so viele Leute gekommen, wie möglich gewesen wäre.
Verkaufsrate: Ca. 1/4 konnte verkauft werden

5. Sachen spenden oder verschenken

Vorteile: Wenig Arbeit, man tut Gutes damit – sowohl den Menschen als auch der Umwelt 🙂

Nachteile: Aufwand, aber keinen Gewinn. Oft schwer, da man emotional an den Sachen hängt und zumindest einen symbolischen Gegenwert dafür haben möchte.

Meine eigenen Erfahrungen damit: Sehr gut.
1) Aussortierte gut erhaltene Kleidung, Stoffe & Schuhe gebe ich immer zu den Altkleidercontainern der Caritas.
2) Manchmal verschenke ich auch Sachen auf Willhaben – das ist allerdings etwas aufwändiger, da man da oft für jedes Teil einen Abholtermin vereinbaren muss. Ich nutze das allerdings gerne, um eine Einladung unserer Kirche weiterzugeben – so hat der Aufwand dann doch einen Sinn 😉
3) Eine weitere Möglichkeit gibt es in unserer Kirche mflinz.at – wir machen jährlich eine Sammlung an Sachspenden, die dann an Bedürftige in Ungarn geht. Eine tolle Möglichkeit, wenn man den Platz hat, die Sachen in der Zwischenzeit bzw. bis zum nächsten Termin zu lagern. Bei Interesse bitte PN an mich.
4) Zudem gibt es noch Sammelstellen für Sachspenden von der Caritas
5) und von der Arge Trödlerladen
. Letztere führen gegen Bezahlung auch Entrümpelungen durch. Die Sachen werden wieder hergerichtet bzw. upgecycelt und verkauft. So bietet die Arge Trödlerladen sowohl Arbeitsplätze als auch eine günstige Einkaufsmöglichkeit für sozial benachteiligte Menschen. Eine tolle Sache! Die Arge Trödlerladen hab ich gerade erst kennengelernt – werde das aber demnächst nutzen und berichten!
Verschenkrate: ca. 3/4 der Sachen konnten verschenkt werden bzw. werden angenommen

Das Wichtigste bei allen 5 Möglichkeiten: Du musst dir darüber im Klaren sein, dass diese Sachen für dich aus emotionalen Gründen wahrscheinlich mehr Wert haben, als sie tatsächlich wert sind. Mach nicht den Fehler, es zu einem zu hohen Preis anzubieten! Dann wirst du nur frustriert sein. Verkaufe besser zu angemessenen niedrigen Preisen. So wirst du deine Sachen im Idealfall schnell los & machst auch noch jemanden glücklich 😉

Viel Spaß beim Ausmisten!

Wünscht euch mamazilli alias Judith 🙂

lionking

PS: Einen richtigen Hype ums Aufräumen hat übrigens Marie Kondo geschaffen. Auf Netflix kann man ihr dabei zusehen, wie sie verschiedenen Familien hilft, einmal richtig auszumisten. Mir persönlich ist ihre Herangehensweise zu esoterisch, aber mal anderen beim Ausmisten zuzusehen, kann ganz gut motivieren, selbst anzupacken 😉

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